Ausbildungsgang Bankkaufmann / Bankkauffrau

Der Bankkaufmann / die Bankkauffrau ist ein anspruchsvoller Ausbildungsberuf, der als kaufmännischer Grundlagenberuf neben Kenntnissen und Fertigkeiten des Bankgeschäfts und den Grundzügen der Rechtslehre auch Kenntnisse der Betriebs- und Volkswirtschaft vermittelt.

Gesetzliche Grundlage der staatlich geregelten Berufsausbildung ist die am 01. August 1998 in Kraft getretene neue "Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau".

Danach beträgt die Ausbildungsdauer grundsätzlich drei Jahre. Für Abiturienten und Absolventen der Berufsfachschule für Wirtschaft (zweijährige Handelsschule) wird sie in der Regel auf zwei Jahre, für Realschüler auf zweieinhalb Jahre verkürzt.

Die Berufsausbildung erfolgt an zwei Lernorten (duales System).

Die Ausbildung in der Bank, die in der Regel aus der praktischen Ausbildung an den verschiedenen Arbeitsplätzen und einem betriebsinternen Unterricht besteht, wird vom theoretischen Unterricht in der Berufsschule begleitet.

Der Berufsschulunterricht wird entweder als Teilzeitunterricht oder als Blockunterricht erteilt. Während der Teilzeitunterricht an ein bis zwei Tagen pro Woche abgehalten wird und an den anderen Arbeitstagen der Woche im Betrieb ausgebildet wird, erfolgt beim Blockunterricht die Ausbildung im Wechsel über mehrere Wochen entweder im Betrieb oder in der Berufsschule.

Kleinere Banken sowie Auslandsbanken bieten häufig über regionale Kooperationen zusätzliche Trainings für Schlüsselqualifikationen an.

Die Berufsausbildung endet mit einer Prüfung vor der örtlichen Industrie- und Handelskammer. Die erfolgreichen Prüflinge erhalten ein Prüfungszeugnis, ferner ein Zeugnis vom Ausbildungsbetrieb und ein Abschlußzeugnis der Berufsschule.

Rechtzeitig vor Ausbildungsabschluß führen die Personalabteilungen Gespräche mit den Auszubildenden über eine Weiterbeschäftigung und über Entwicklungsmöglichkeiten in der Bank.