Ausbildung im privaten Bankgewerbe

Es lohnt sich, über einen Start bei Banken nachzudenken.

Bis zur Jahrtausendwende gehörte es geradezu zum Standardrepertoire, zu einer Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau zu raten. Das galt auch, wenn Schulabsolventen einem Studium nicht abgeneigt war - sollte es in die kaufmännische Richtung gehen, galt die Ausbildung als ideales Einstiegsszenario. So oder so: Eine abgeschlossene Ausbildung zum Bankkaufmann eröffnete Perspektiven für den Beruf oder für ein Anschlussstudium.

Was ist heute daraus geworden? Die Bankenwelt hat im zurückliegenden Jahrzehnt aufregende Zeiten erlebt. Sie waren zum Teil Anlass für Optimismus - man denke an die Einführung des Euros und die Technisierung der Prozesse mit ganz neuen Möglichkeiten zur Kundenansprache über das Internet; sie waren aber auch oft Anlass für Kritik an der Branche - hier sind vor allem die so genannte Subprime-Krise, die Staatsschuldenkrise und Aspekte des Verbraucherschutzes zu erwähnen.

Es mag manchen überraschen, aber dem guten Ruf der Bankausbildung konnte all das nichts anhaben. Das jedenfalls stellt die Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken fest. Danach halten 86 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren den Bankberuf für eine gute Berufswahl. Der Ausbildungsreport 2013 des DGB bestätigt diesen Befund. Er führt den Bankkaufmann auf Rang eins der Beliebtheitsskala der kaufmännischen Ausbildungsberufe - ebenso wie das Bundesinstitut für Berufsbildung nach einer Azubi-Befragung im Jahr 2011.

Diese Einschätzungen haben einen realen Hintergrund. Der Arbeitsmarkt für Bankkaufleute ist in einem besonders guten Zustand. Im Jahr 2011 waren lediglich 0,9 Prozent dieser Berufsgruppe arbeitslos (zum Vergleich: 8,6 Prozent in der Gesamtwirtschaft). Die zu vergebenden Stellen der Branche sind interessant und verlangen zunehmend ein hohes Qualifikationsprofil, das mit deutlich steigender Tendenz von Frauen erfüllt wird. Sie stellen mittlerweile gut 30 Prozent der außertariflich Beschäftigten. Sie arbeiten in flexiblen Arbeits-zeitmodellen, mit denen sie Beruf und Familie besser in Einklang bringen können.

Die Banken sind moderne Arbeitgeber. Sie bieten eine gute Ausbildung, die auf anspruchsvolle Tätigkeiten in den Instituten vorbereiten. Auch vor dem Hintergrund manch rasanter Entwicklungen in der Branche - eines gilt weiterhin: Es lohnt sich für die geeigneten Absolventen aller Bildungswege, über einen Start bei den Banken nachzudenken.

Wer während der Schulzeit schon einmal einzelne Tätigkeitsfelder kennen lernen möchte, kann unter www.schul-bank.de , einem Angebot des Bundesverbandes deutscher Banken, Informationen abrufen.