Ausbildung im privaten Bankgewerbe 2012 / 2013

Nachwuchskräfte im privaten Bankgewerbe

Die Zahl der Ausbildungsplätze im privaten Bankgewerbe ist im Jahr 2012 um rund 6 Prozent gesunken. Da im Bankgewerbe bedarfsgerecht ausgebildet wird, ist das Absinken vor allem Ausdruck der laufenden Abbauprogramme im Rahmen der Branchenkonsolidierung, nachdem die Mitgliedsinstitute in den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise auf gleichbleibend hohem Niveau ausgebildet haben.

Die Ausbildungsquote (Verhältnis der Auszubildenden in den dualen Ausbildungsberufen zum Stammpersonal) ist im Jahr 2012 stabil geblieben; sie lag bei 6,2 Prozent und damit ganz leicht unter Vorjahresniveau (6,2 Prozent). Bei Einbeziehung aller Ausbildungsformen, also insbesondere der dualen oder ausbildungsintegrierten Studiengänge, liegt sie immer noch bei über 7 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft, der sich konstant bei etwa 6 Prozent bewegt.

Ausbildungsquote im privaten Bankgewerbe:

Ausbidungsquote 2012

Der Anteil nicht angetretener Ausbildungsplätze ist mit 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (Vorjahr: 10,6). Anders als noch im Vorjahr ließen sich jedoch durch erfolgreiche Nachbesetzung fast alle Ausbildungsplätze besetzen, lediglich 1,3 Prozent der Ausbildungsplätze blieben unbesetzt (Vorjahr: 9,7 Prozent).

Schulische Vorbildung der Auszubildenden

Die Verteilung der Auszubildenden nach Schulabschluss hat zum ersten Mal seit Jahren eine Verschiebung zu Gunsten der Schulabsolventen mit einem mittleren Bildungsabschluss (mittlere Reife) ergeben. Knapp 39 Prozent der Auszubildenden verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss (Vorjahr: 26,8 Prozent), während der Anteil der Auszubildenden mit Abitur deutlich auf 61 Prozent zurückgegangen ist (Vorjahr: 73,2 Prozent). Dieses Phänomen betrifft die gesamte Kreditwirtschaft und hat seinen Grund in der steigenden Studienneigung der Abiturienten. Entsprechend hat sich der Anteil der Auszubildenden, die ein Studium oder eine Ausbildung an einer Berufsakademie absolvieren, im Jahr 2012 deutlich auf 17,5 Prozent gesteigert (Vorjahr: 11,7 Prozent).

Bankberufe mit Imagegewinn

Laut Jugendstudie des Bundesverbandes deutscher Banken hat das Image von Bankberufen in den vergangenen Jahren deutlich gewonnen. Im Jahr 2012 haben 74 Prozent der Befragten die Berufswahl bei Banken als „gute Berufswahl“ und 12 Prozent als „sehr gute Berufswahl“ bezeichnet; das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jahr 2009 (damals sagten 66 Prozent „gute Berufswahl“ und 9 Prozent „sehr gute Berufswahl“). Diese Umfrageergebnisse dokumentieren, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise keinen Einfluss auf die Attraktivität der Banken als Ausbildungsunternehmen und Arbeitgeber genommen hat. Im Ranking der Ausbildungsberufe steht der Bankkaufmann bei den Auszubildenden weiterhin auf dem ersten Rang der Ausbildungsberufe.

DGB RANKING

Auch in der Rangliste der zahlenmäßig stärksten Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen ist der Bankkaufmann mit Platz 9 unter den Top-Ten aller 345 anerkannten Ausbildungsberufe vertreten.