Sektoraler sozialer Dialog

Förderung der Teilnahme neuer Mitgliedsstaaten am Sektoralen Sozialen Dialog

Die Sozialpartner haben im Rahmen des Sektoralen Sozialen Dialoges im Bankgewerbe das Projekt zur Förderung der Beteiligung neuer Mitgliedstaaten am sektoralen sozialen Dialog weiter vorangebracht.

In diesem Rahmen fanden Arbeitsgruppentreffen in Zagreb, Bukarest und Sofia statt. Auf diesen Treffen wurden von Arbeitgebern und Gewerkschaften die Entwicklung der Gemeinsamen Erklärung zu lebenslangem Lernen vorgestellt und die Aspekte und Vereinbarungen über die Durchführung des Sektoralen Dialoges im Bankgewerbe erläutert. In diesem Rahmen ist es gelungen, konkrete Zusagen zur Teilnahme am Sektoralen Dialog von Arbeitgebern aus Kroatien und aus Rumänien zu erhalten. Die European Banking Federation (EBF) steht zudem in engem Kontakt mit dem Bankenverband in Bulgarien, um interessierten Personen eine Teilnahme an den Sitzungen des BCESA und den Gesprächen im Sektoralen Dialog der Banken zu ermöglichen.

Eine möglichst breite Beteiligung der verschiedenen Mitgliedstaaten mit ihren sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Arbeitsbeziehungen ist sehr wichtig, um die Gefahr eines Europas mehrerer Geschwindigkeiten im Bereich der Arbeitsbeziehungen zu verringern und der Kommission mit Unterstützung der Gewerkschaften die Vielfalt bei der Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen vor Augen zu führen.

Überarbeitung der Gemeinsamen Erklärung zu lebenslangem Lernen

Im Rahmen dieses Projekts findet auch die Überarbeitung der Gemeinsamen Erklärung über Lebenslanges Lernen statt. Nachdem diese Erklärung inzwischen zehn Jahre in Kraft ist, haben die Sozialpartner beschlossen, neue Erkenntnisse in die Erklärung einzuarbeiten. Hierzu gab es bereits Umfragen über die Aktivität in den beteiligten Ländern. Die Ergebnisse werden derzeit von einem externen Experten aufbereitet und dann den Sozialpartnern zu Gesprächen vorgelegt.

Das Ergebnis dieser Gespräche wird von der Kommission in Form eines Leitfadens veröffentlicht, der in einer Abschlusskonferenz im Oktober 2013 vorgestellt und anschließend von den Europäischen Sozialpartnern im Bankgewerbe an die nationalen Mitgliedsverbände zur Weiterleitung verteilt wird. Die Gewerkschaftsseite strebt an, dass ihre jeweiligen nationalen Mitglieder das Thema Lebenslanges Lernen auf die Tagesordnung nationaler Sozialpartnergespräche setzen und dabei die auf europäischer Ebene gefundenen Ergebnisse berücksichtigen.

Neben dem Leitfaden wird die Kommission außerdem eine Internetpräsenz der Sozialpartner zu dem Thema lebenslanges Lernen finanzieren, auf der mit Praxisbeispielen und näheren, aktuell gehaltenen Informationen interessierten Arbeitgebern und Beschäftigten Arbeitshilfen an die Hand gegeben werden sollen.

Überarbeitung der Gemeinsamen Erklärung zu Corporate Social Responsibility

Im Rahmen des Arbeitsprogramms 2013/2014 besprechen die Sozialpartner auch die Überarbeitung der Gemeinsamen Erklärung über Corporate Social Responsibility (CSR).

Die Sozialpartner werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppe CSR bei der EBF berücksichtigen, die dieses Thema umfassend behandelt hat. Außerdem werden sie Gespräche führen, die auf den in der ursprünglichen Erklärung identifizieren Bereichen basieren, die über eine besondere Schnittstelle zu Arbeitsbeziehungen verfügen.
Hier haben sich die Sozialpartner vorgenommen, die Erklärung zu CSR auf den aktuellen Stand zu bringen und dabei nicht nur die Entwicklungen der vergangenen Jahre abzubilden und Beispiele zu nennen, sondern auch den Rahmen für CSR als freiwillige Entscheidung des jeweiligen Unternehmens herauszustellen, der frei vom Regulierungsdruck europäischer oder nationaler Rechtsetzer bleiben soll.